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Teil eines größeren Plans

T E I L   E I N E S   G R Ö ß E R E N   P L A N S   V O N   S A R A H   L E Y   K N A U B E R 

Man könnte sagen, dass mir alles erst an dem Tag so richtig bewusst wurde, als wir Papua-Neuguinea verlassen haben. Doch lasst mich der Reihe nach erzählen…

Meine Eltern sind Missionare, so wie viele andere auch. Ich lebte auf einer Insel nördlich von Australien. Dort habe ich sehr lange Zeit gelebt und sah es als mein zu Hause an. Ein Ort, an den ich immer wieder zurückkehren konnte um Ermutigung zu finden…. und für Erinnerungen.

Auf jeden Fall waren die meisten meiner Freunde dort, die ich schon mein ganzes Leben lang kannte. Ich dachte damals, dies wäre nun für immer meine Heimat. Aber eines Tages sagten meine Eltern meinem Bruder und mir, dass wir weggehen würden. Sie sagten, dass wir für eine ganze Weile weg wären. Der Schock dies zu hören riss mich innerlich entzwei und hinterließ eine Wunde in meinem Herz, mit der ich eine lange Zeit leben musste.

Als wir von Papua weg gingen, fühlte ich, als ob die Hälfte von mir weggerissen wurde – und das war der Zeitpunkt wo ich innerlich aufhörte weiterzugehen…

Wir zogen nach Kanada. Meine Eltern fanden eine Schule für mich und meinen Bruder. Die Schule war sehr anders als das, was ich mein ganzes leben lang gewohnt war. Die Leute hier fluchten Gott, und mein erster Gedanke war: „Dieses Jahr wird ein Albtraum.“

Jeden Tag wenn ich von der Schule heimkam, schloss ich mich in mein Zimmer ein und weinte. Manchmal heulte ich so lange, dass meine Augen aufschwollen. Aber ich ließ meine Familie nie sehen, wie ich weinte.

Ich machte innerlich ganz zu und verschloss mich vor der Welt um mich herum … sogar vor meiner Familie. So langsam sank ich Tag für Tag immer tiefer und tiefer in ein schwarzes Loch. Ich wollte nicht mehr weiter gehen und weigerte mich loszulassen.

So ziemlich am Ende des Jahres kam ich dann an einen Punkt, wo mir alles egal war. Ich dachte: „Gott hat mich verlassen“. Und es wurde mir bewusst, dass ich verloren war; verloren in einem Nebel von Verwirrung, Depression und völliger Verzweiflung. Ich war wie betäubt.

Als ich an diesem Punkt angelangt war, so einsam, verängstigt und verunsichert, da ließ ich alles los und sagte: „Herr, ich gebe dir mein Leben und kehre um…. vergib mir.“

Das war vor etwa einem Jahr, als ich Christ wurde.

Und seit diesem Tag war mein Leben wie umgewandelt.

Als wir PNG verlassen haben, war ich zehn Jahre alt. Jetzt bin ich zwölf und in meinem Glauben gewachsen. Wenn ich heute zurückblicke, erkenne ich, dass Schmerz und Leid dazu da sind, dass man wächst. Mir ist auch bewusst, dass das Einzige was mich davon zurückgehalten hat ganz aufzugeben, DER Einzige … war Jesus.

Und heute, wenn immer ich durch einen Kampf oder eine schwere Zeit gehe, versuche ich mich daran zu erinnern, dass alles nur ein Teil eines größeren Plans ist, den wir nur nicht sehen können … noch nicht.



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PART OF A BIGGER PLAN